ANThropoNETworking

Anthroponetworking ist ein pragmatischer Neologismus. Eine Wortneuschöpfung die entstand aus der Notwendigkeit einen Namen zu finden für einen Blog der über Networking berichtet und die sich dennoch abhebt mit Sinn.

Der Sinn liegt zunächst darin Anthropo zu definieren als das Humane, den Menschen. Networking bedeutet dabei die Beziehung des Menschen zu andern aber zugleich anderem. Das Andere sind Dinge, Natur, Worte und Technik sowie Techniken. Networking oder auch Netzwerken zeigt in seiner Wortwahl eine Abkehr vom biologischen System als Metapher, hin zu einer technischen Sichtweise der Beziehungen.

Anthroponetworking befasst sich nun mit Menschen und Dingen. Genauer mit der Beziehung von Menschen und Dingen.

Die Verschmelzung von Mensch und Netzwerk zum Handeln wird allerdings nicht in einer technokratischen Theorie zelebriert, in der das Internet oder Technik matrixartig die Oberhand über den Menschen gewinnt. Ebenso bleibt der Mensch von seinen Kulturtechniken abhängig und wird nie der freie Mensch ohne jegliche Hilfe von Dingen.

Eine möglichst umfassende Herangehensweise soll einerseits vermeiden, die Referenzrahmen wie Biologie, Soziologie, Technologie zu wechseln, um zu erklären. Andererseits soll Verständnis durch Details aus einem facettenreichen Kollektiv mündiger Akteure entstehen.

Auf den Weg gebracht durch die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT), versuche ich das Internet als massentaugliches Erhebungsinstrument zu evaluieren und zu verwenden gleichermaßen. Durch diesen Akteur Internet, können neue Beziehungen geschaffen werden durch Hilfsmittel wie in X-ing Blogs oder Foren.

Ethnomethodologisch soll nicht anhand von vorgegebenen standardisierten Interviews objektive Wahrheit erzeugt werden.

Sondern ein subjektives Kollektiv oder Netzwerk von gleichberechtigten Menschen und Nichtmenschen darf entstehen, das sich ständig verändert, indem Überkreuzungen stattfinden und neue Akteure in das Kollektiv eintreten.

Proponenten der ANT wie Bruno Latour substituieren Menschen und Dinge durch zwei Namen für letztlich Akteure – oder in Verknüpfung mit Greimas Narratologie mit Aktanten, bzw. Schauspielern – in einer Geschichte. Der Zweite Begriff für das selbe Phänomen heißt Netzwerk.

Nichtmensch ersetzt Dinge/Objekte, um die Opposition anzunähern und über die Naratologie zum Begriff Akteur einen gemeinsamen Nenner zu integrieren. Der Akteur ist das Netzwerk, das Netzwerk ist der Akteur wie etwa Richard Branson und Virgin.

Dieses Projekt Anthroponetworking ist der Start in eine Odyssee. Eine Untersuchung von Aktionsnetzen mit internationalem Ausmaß.

Sie sind ab jetzt ein Teil davon. Reflektieren Sie mit und stabilisieren Sie sich dadurch: Eine Entkoppelung von Worten gekoppelt an Feedback.

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Induktive Theorie. Anknüpfen an die Akteur-Netzwerk-Theorie.

Einer der einflussreichsten Sozialtheorien folgend, die seit etwa den 80er Jahren emergiert und Wissenschafts- und Technikforschung transnational mit Texten verändert, werde ich mich im Folgenden oszillierend zwischen Feld und Text bewegen.

Die Spuren dieser Bewegung finden Sie hier. Ich lade Sie ein teilzunehmen an diesem Projekt und es mit Ihrer Meinung konstruktiv zu bereichern.

Die Frage wie Technik und Wissenschaft auf die Gesellschaft einwirken und diese verändern, könnte zum Teil beantwortet werden. Jeder von Ihnen kennt seine Geschichte und Auseinandersetzung mit neuen Techniken.

Teilen Sie diese mit. Schaffen wir einen Konsens: Jetzt und hier. Nutzen Sie die Medien, anstatt von ihnen benutzt zu werden. Ersetzen wir den Fragebogen durch ein dezentrales Forum zum Diskurs: Das Internet – oder besser Web 2.0.

Eine interessante Gegenwartslektüre schreibe ich Ihnen.