Gestalt eines Hurrikanes: Ike Fotos

Wie sieht ein Hurrikane eigentlich aus? Im Prinzip ein Hurrikane wie jede andere Wetterlage aus. Die Abfolge und die Geschwindigkeit, beziehungsweise die Wechsel von Extremen ist bezeichnend. Die Ruhe vor dem  Sturm ist ein Sprichwort, das diese Veränderung treffend in Worte fasst. Doch wie sieht das in Bildern aus?

Ein Problem der der Aufzeichnung von Ike war, dass er in der Nach seinen „Landfall“ machte und deswegen nur vorher nachher Bilder vorhanden sind. Es ist auch sehr leichtsinnig und lebendbedrohlich – auch für andere wie Rettungskräfte -, Bilder von einem Hurrikane zu machen.

Diese Beiden Bilder zeigen Houston an ganz normalen Tagen. Das Bild Links entspräche der fortgeschrittenen Ruhe vor dem Sturm. Die ersten aufkommenden Wolken zögen lediglich etwas schneller. Das Bild rechts entspräche einer Aufnahme einer „Evacuation Route“ – Highways, die schnurstracks ins Landesinnere führen.

Der Tag vor dem Sturm war zunächst sonnenklar und sehr heiß als die ersten Evakuierungsmeldungen zu Diskussionen in den Büros führten, ob und wann das Business eingestellt werden soll. Erste Hurrikane Vorboten ziehen schnell vorbei.

Die meisten „Houstonians get bunkered in“. Der Verkaufsschlager ist Plywood (Schalungsplatten), die zum Schutz vor Fensterscheiben angebracht werden. Bei vielen Häusern, die diese Platten offensichtlich vor dem Sturm nciht hatten, verdecken diese nun zerstörte Fenster. Die Wolkendecke wird dichter, es wird früher dunkel als es der Sonnenstand vorgibt. Die Bäume werden spätestens nach der ersten Meldung von einem Jungen der von einem Ast erschlagen wurde bedrohlicher.

Der Strom fällt um 22:00 Uhr endgültig aus, nachdem es mehrere kurze Stromausfälle gab. Der Feuermelder wird aktiviert – eine Fehlfunktion die 48 Stunden ohrenbetäubenden Lärm erzeugt und das Nervengerüst unnötig schädigt. Die Bäume schlagen während der Nacht stärker und stärker gegen die Wand und die Fenster. Das Schaben und Krachen wird so laut, dass wir uns möglichst weit von den Fenstern entfernt schlafen legen. Eine sehr unruhige und unbequeme Nacht der starker Regen folgt, der länger anhält als der Wind.

Es sind bereits Autos und sogar die sonst eher raren Fußgänger am nächsten Morgen auf der Straße. Die unheimliche Stille durch ausgefallene Geräte wegen fehlendem Strom wird nur durch die unerträgliche Frequenz der Alarmanlage unterbochen – diese elenden Notstrombatterien einer Alarmanlage, die keinen einzigen Feuerwehrwagen oder Bewohner mobilisiert, haben mehr Ausdauer als Verstand. Im Laufe des Tages sind es wohl eher der Ton und vielleicht auch der Umstand, dass keine Wasserpumpe  funktioniert, die Einige Anwohner zum Verlassen des Condominiums überzeugen. Außer der Alarmanlage und einigen Pflanzen sind keine ernsten Schäden festzustellen.

Erste Kettensägengeräusche künden am Nachmittag von Aufräumarbeiten. Die Essenssachen im Kühlschrank müssen der Halbtarkeit entsprechend aufgebraucht werden – wer weiß, wann die ersten Läden öffnen. Nachrichten pflanzen sich nur auf der Straße oder über andere Bewohner fort. Die Batterie für den Radio haben wir am Tag vorher nicht mehr besorgen können.

Eine der wenigen Grünflächen zeugt von der Naturgewalt. Bei den Bushaltestellen fehlen regelmäßig die mittleren Scheiben.

Die Straßen und Wege wurden von anderen Akteuren übernommen. Während andernorts einige ausgesondert werden müssen. Eine Zirkulation die mehrere Netzwerke verflicht, während viele von einem wichtigen Netzwerk getrennt sind: Stromnetz. Die Abende ohne Medien bei Kerzenschein und mit Wasser aus Pool und Becken, bzw. Plastikbehältern und Eimern haben ihre reflektive Wirkung. Sie zeigen deutlich, wie abhängig, wie vernetzt der moderne Mensch ist.

Der Schaden Uptown (links) ist harmlos im Vergleich zu dem, was sich in der Küstenregion ereignet hat (rechts und folgende).

Nicht nur Häuser lassen sich schwer hinter den Müllbergen ausmachen, auch das Meer verbirgt sich hinter einer Wand aus Artefakten.

Aber die Tanker sind bereits unterwegs und helfen den Ölpreis innerhalb weniger Wochen mehr als einen dollar zu senken (auf 2,50 $ pro Gallone oder 3,78 Liter).

Palmenalleen und Stege hat ein ähnlliches Schicksal ereilt wie Cafes direkt am Strand. Dennoch stehen Pfahlbauten, sofern sie ab der Vegetationslinie gebaut wurden.

Selbst die massivsten Bootsrampen haben der Natur nachgegeben. Doch die Fische sind noch im Wasser und locken die ersten Fischer, die neben Goldsuchern mit Metalldetektoren auf dem Strand ihr Glück suchen.

Das ist Galveston Islands erste Reihe oder vielmehr zweite Reihe zwei Wochen nach dem Sturm. So manch ein Haus hat wohl vor dem Sturm auch nicht viel besser ausgesehen und obwohl es großteils Holzhäuser sind, blieben sie selbst hinter der Strandpromenade stehen. Die verschiedensten Kneipen sind bereits wieder voll mit Harley Rockern, Anwohnern und Schickimickis aus den Hotels.

Das anstehende Oktoberfest hat den Slogen „Ike’s Overfest“. Das fest ist eine Mischung aus Verkleiden als Deutscher, Christliche Kommunion und Biertrinken. Insofern folgt es einer Typisch amerikanischen Tradition: Meltingpot der Kutur(en) in dem Tradition frei interpretiert wird.

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3 Kommentare

  1. […] das ist nur das Auge des Hurrikanes, dessen Weg sich erst im Nachhinein genau beschreiben lässt. Der technische Begriff nimmt […]

  2. […] in Kunst als Hurricane Aftermath An anderer Stelle wurden die Stunden vor dem Sturm und wichtige Informationsquellen beschrieben, dann die Gestalt eines Sturmes rekonstruiert. Hier […]

  3. Weitere Photos von einem Emergency Center der Region: http://www.clemc.us/hurricaneike.html


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