Die alte USA und die Menschenrechte

Viele Hoffnungen hängen momentan an dem amerikanischen Führungswechsel. Bekommen soziale Dienstleister mehr Gehör im politischen Apparat? Wird die Situation von Opfern sich ändern? Werden Opfer nicht länger als verrückte Außenseiter dargestellt? Wird der Staat weiter morden? Der 9. Marsch gegen die Todesstrafe in Texas hat jedenfalls ziemlich wenige Houstonians mobilisiert.

Am Samstag den 25. Oktober um 14:00 Uhr fand ein Marsch gegen die Todesstrafe statt. Seit 1982 sind 400 Leute allein in Texas zu Tode verurteilt und exekutiert worden. Dabei handelt es sich meist um arme Leute. Um diese Praxis in Zukunft zu beenden findet dieser Marsch statt. Der Marsch wurde mit der unterstützung der Texas Greens organisiert und startete vom S.H.A.P.E. Harambee Building 2903 Almeda in Houston, Tx 77004 in der Nähe von Downtown. (Weitere Infos hier)

Besonders problematisch ist bei den Hinrichtungen, dass die Schuld nicht unbedingt bewiesen wurde und die Angeklagten Jahrzehnte in menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten werden.

Außerhalb der Heimat der World Police werden Hoffnungen und Ideen, die sich mit einem neuen Amerika verbinden kund getan. Ein Umdenken, dass von unten Nach oben geht und hoffentlich archaische Methoden in diesem Land abschafft. Die Einschätzung von Thomas Klau findet in Texas momentan nach der Präsenz auf dem Marsch zu urteilen wenige Anhänger:

Mit keinem anderen Beschluss kann Obama schnell ein so klares Bekenntnis zu einem neuen Amerika (das zugleich das alte ist) ablegen wie mit der Anweisung, Folter und Misshandlung aller Gefangener von US-Staatsorganen sowie die Auslieferung von Gefangenen der USA an Folterregime sofort zu beenden.

Aus den Augen aus dem Sinn, das ist wohl die Devise, die hier vorherrscht. Die Medien tragen ihren Teil dazu bei. Freedom of Speech ist ein Frage des Geldes, wie der Spendemarathon der freien Sender wie KPFT vierteljährlich belegt. Der Sender versucht auch gegen den Irakkrieg zu netzwerken mit Veteranen oder Desserteuren. Militäraktionen wie diese oder Krieg in Afghanistan, der bezüglich der unmoralischen Praxis in Gefängnissen und internationaler Kooperation einiges zu Tage förderte, zeigen, dass vorallem Unschuldige unter den Vergeltungsaktionen unddem Terror gegen den Terror leiden. Das ist Networking an beiden Fronten, was fehlt ist die Vermittlung dazwischen, doch das ist ein anderes Thema.

Nicht bei allen sind die weggesperrten aus dem Sinn. Ihre Familien leben mit der Hoffnung, dass der entscheidende Beweis für die Unschuld noch gefunden wird. Doch die Beweislast liegt auf Seiten der Angeklagten und die kommen meist aus armen Verhältnissen und besitzen nicht die finanzstärke, sich gegen den Staat und seine Vertreter zu behaupten.

Während der momentanen Präsidentschaftswahlen werben auch die Richter für sich im Radio und mit mehreren quadratmetergroßen Plakaten an den Autobahnen. Einer mit Countrysong, der andere mit dem Slogan, das geschriebene Recht Amerikas vor die Interessengemeinschaften bei der Urteilssprechung zu stellen.

Beides spendet den Angehörigen der Angeklagten in der „Death Row“ wenig Trost solange die Todesstrafe besteht und angewendet wird. Außer wenn der Wechsel der Richter – wie in einem Fall – Entlassung und wieder Eingliederung in die „Death Row“ bedeuten kann. Sie leben jahrelang mit der Vorstellung, dass ein Familienmitglied getötet wird, bis der Termin feststeht. Der Marsch gegen die Todesstrafe gibt ihnen eine Möglichkeit Gehör zu finden, alle sind sich sicher, dass ein Irrtum vorliegt.

Ein Irrtum, der ebenfalls mit Networking zu tun hat, das sich in folgende Schlagworte kleidet: state misconduct und Law of Parties. Wie der Flyer zu der Veranstaltung anprangert. Den Stimmen der Angehörigen eine größere Audienz zu verschaffen und die Wurzeln des international aufsehen erregenden Beiträge zu verorten ist der Beitrag dieses Posts.

– Watch out for the videos und fragen Sie sich selbst wie Weltfrieden erreicht werden soll, wenn Menschen sich gegenseitig das Recht zu Leben aberkennen?

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