Networking von Daten – Visualisieren von Forschung

Wer gerne den Überblick behält, für den ist die Vogelperspektive ein Favorit. Sie führt zur Weltsicht wie sie die Tagesschau seit Jahren um 20:00 Uhr über die deutschen Fernseher flimmern lässt. Das Internet gibt Raum für Interaktion. Ein bekanntes Werkzeug sind interaktive Karten und in Zukunft virtuelle Laboratorien/virtual labs, durch der der Nutzer/User einer Webseite zum Teilnehmer wird.

Darüber berichtet Bruno Latour in einer Präsentation über das Projekt Demoscience. Demoscience ist Networking von Instituten, Fakultäten und ferner Studenten des MIT und der Ecole des Mines und Science Po(litiques) mit dem Ziel eine gemeinsame Ressource für Studenten zu erstellen, die es erlaubt aktuelle Kontroversen multimedial zu erfassen. Das Projekt Macospol wird diese Tools zum Erstellen und Verbessern von Webseiten für Forscher weiterentwickeln. Am – noch weit entfernten – Ende könnte eine Vereinfachung der Diskurse von Spezialisten stehen, die es jedem Bürger erlaubt, daran teilzunehmen.

In Deutschland hilft zunächst eine Karten, die von DFG und DAAD gespeist wird die Forschungslandschaft zu überblicken. Der Blick fällt auf das von DFG und DAAD vernetzte Forschen an deutschen Einrichtungen.

„Der Research Explorer erschließt über 17.000 Institute an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nach geografischen, fachlichen und strukturellen Kriterien. Alle verzeichneten Institutionen werden mit ihrer Postanschrift und Webadresse in laufend aktualisierter Form präsentiert.“

Die Suchfunktion und die weiterführenden Links bilden massives Networking ab. Forschungszentren der Republik mit mindestens 10 Projekten befinden sich an 39 Standorten. Hervorstechen Köln (50), Hamburg (52), München (59) und Berlin (120). Trotz der quantitav gesehen beachtlichen Leistung könnte noch mehr für den Nutzer getan werden. Die Beziehungen zwischen den Forschungen müssen sehr mühsam erarbeitet werden.

Mit einem Blick auf die Möglichkeiten – wie sie von macospol Präsentiert werden – und deren geringer Verbreitung lässt sich nur statuieren: Es gibt viel zu tun für die Zukunft. Die Medienunternehmen könnten sich ein Stückchen abschneiden von der interaktiven Diskursbeschreibung des macospol-Projektes (Mapping of Controvercies). Zumindest, wenn sie auf lange Sicht die vierte Instanz der Demokratie bleiben wollen.

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2 Kommentare

  1. […] sich offensichtlich mit der Forschung der ANT überkreuzen. Sie ließen sich hervorragend in den Kontext der ANT als Anteil der Kontroverse Medien-Technik-Politik übersetzen und spiegelten die Stimme der Medien […]

  2. […] kann teilweise überhaupt keinen Einfluss auf die involvierten Spezialisten nehmen. Dies soll das Projekt Macospol […]


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