Networking von Daten – Datenbank

Die Darstellung von Beziehungen von Daten durch Diagramme, die heutzutage meist mit einem Computer erstellt werden, dienen dazu Datenbanken zu schaffen. Ein weiterer Schritt war die Vernetzung von Daten im Internet. Worauf die Vernetzung von Datenbanken und Internet folgen musste. Eine komplexe Landschaft von Anwendungen entstand nicht zuletzt durch konkurrierende Firmen.

Beginnend bei einer Übersicht der Möglichkeiten zur Visualisierung von Datenbeziehungen entfaltet sich Networking entlang der soziotechnischen Geschichte von Datenbanken. Wobei es anschaulicher ist, diese von hinten zu beginnen und nur computergestützte Datenbanken ins Visier zu nehmen. Ein gutes Beispiel wird von einer populären Internet-Datenbank gegeben, die Lexikaverlägen das Leben schwer macht: Wikipedia. Ein Wiki ist zugleich einer der maßgeblichen visualisierenden Akteure des Web 2.0, das durch den WYSIWYG-Editor die Gestaltung von Webseiten ähnlich vereinfacht wie vorhergehende Software. Mit dieser Soziotechnik können weltweite Institutionen dezentral ihr Wissen teilen und publizieren.

Vereinfachen ist im Falle von WYSIWIG Programm: What You See Is What You Get. Die Erfindung wiederholt, für das Internet, was vorher den Siegeszug des Computers bedeutete. Nämlich,  dass  technische Fähigkeiten oder Programmierkenntnisse durch alltägliche Gewohnheiten und ferner Geräte und Programme ersetzt werden, die eine intuitive Bedienung ermöglichen. Die intuitive Bedienung wird meist durch Schalter oder Ikons – mehr oder wenig abstrakte Bildchen, gegebenenfalls mit Beschreibung – und einen freibeweglichen Cursor/Zeiger umgesetzt. Die einfachere Nutzung wird durch Einschränkungen erkauft.

Was sind die Folgen dieser komplexen Übersetzungen, die zu unserem Lebensstil mit in Datenbanken vernetzten Daten führen, die weiter vernetzt werden? Während vor nicht allzu langer Zeit Schreibmaschinenkenntnisse bei bestimmten Aspiranten ausreichten, werden heute zumindest die Beherrschung der Officeprogramme (und implizit die Beherrschung einer Tastatur der Peripherie eines Computers) von der Masse gefordert, wenn nicht sogar Programmierkenntisse auf der Wunschliste der Unternehmen stehen. So muss ein Manager heute einige der praktischen Kenntnisse haben, die früher dem exklusiven Berufsbild seiner Sekretärin entsprachen. Das gilt zumindest für diejenigen, die mit ihr – oder inzwischen auch ihm – zeitgemäß per E-Mail oder mobilen Endgeräten kommunizieren.

Welche Kenntnisse von Interesse sind, hängt teilweise von der Abteilung und der Unternehmung ab, aber im Großen und Ganzen können gar nicht genug Kenntnisse bezüglich dieser sogenannten intuitiven Anwendungen vorhanden sein sofern es sich um eine kommunikative Stelle handelt. Die interne und die externe Unternehmenskommunikation hängen gleichermaßen von diesen Fähigkeiten der Mitarbeiter ab und beeinflussen die Effizienz sowie das Erscheinungsbild einer Unternehmung massiv.

Die Krux ist, dass die Anwendungen so intuitiv nun auch wieder nicht sind – sonst würden sie nicht nachgefragt – oder die Komplexität der Outputs mit der Gewöhnung an neue Standards gestiegen ist. Dieses Ausufern zu kompensieren helfen neue Standards, die allerdings unter ihrer proprietären Geschichte zu einer weiteren Komplexität beitragen. Ein schönes Beispiel dafür sind Datenbanken und ihre standardisierten Programmiersprachen. Datenbanken sollten der Ordnung dienen und doch stiften sie eine gewisse Unordnung von ihrer Programmierung her gesehen. Eine vereinende Networkerin heißt SQL, sie erlaubt es verschiedene Datenbanken zu verknüpfen, doch das nicht ohne Weitere Sprachkenntnisse.

Um das Paradox der Ordnung und Unordnung durch Datenbanken nachzuvollziehen, hilft ein Blick auf das Networking in der Vergangenheit. Es existieren zwei Betriebssysteme, die unterschiedliche Hardware-Anforderungen haben. Es gibt Personal Computer (PC) und Macintoshs oder Macs, beziehungsweise Apples. Das Betriebssystem, das dem PC zum Siegeszug verhalf hieß Windows von Microsoft, seine steigende Verbreitung zwingt die Macs fast in die Knie – bis eine schicke Übersetzung des Walkmans und deren Vernetzung mit einer Software ein unbeschreibliches Wachstum des Kompetitors ermöglicht, das keine Branchengrenzen zu kennen scheint. Doch das ist eine andere Geschichte.

Aufgrund der unterschiedlichen Systeme muss es mindestens zwei Lösungen für Datenbanken geben. So hat Microsoft  mit Access eine Lösung, die für Mac-User nicht (mehr) nutzbar ist. Wegen der verschiedenen Ansätze eine Datenbank aufzubauen – relational, deduktiv, objektorientiert – kommen weitere Softwarelösungen hinzu. Doch damit ist erst die Spitze des Eisberges beschrieben eine Liste verschiedener Datenbanken gibt einen Überblick. Die Bewegung zwischen diesen Konzepten ist das reinste Networking verschiedener Programmiersprachen, die in ein schieres Machtchaos von Programmiersprachen münden:

„Da in vielen relationalen Datenbanken nur Datenmanipulationssprachen eingeschränkter Mächtigkeit vorhanden sind, werden meist Schnittstellen zu mächtigeren Programmiersprachen notwendig. Diese Verbindung führt ggfs. zu einer ungünstigen Handhabung, z. B. wenn das mengenorientierte SQL in dem satzorientierten C++ zu verarbeiten ist.

Es gibt jedoch auch relationale Datenbanken mit mächtigen Programmiersprachen, etwa PL/SQL in Oracle oder PL/pgSQL in PostgreSQL; letzteres ermöglicht wiederum die Server-Programmierung mit anderen Sprachen wie PHP, Tcl oder Python.“

In diese Abgründe des technischen Networkings stürzen sich dann doch nur Programmierer. Aber auch die finden sich in einem Netzwerk wieder, das sich im Laufe der Zeit verändert. Der Artikel auf Wikipaedia über Microsoft Access beschreibt anschaulich, wie ein Datenbanksystem sich für den User entwickelt und dabei für Entwickler mehr und mehr zur Blackbox wird – sofern er nicht für Microsoft an dem Programm arbeitet. Doch welches Programm kommt schon perfekt und für alle Eventualitäten gewappnet auf den Markt?

Wie ein Programm evolviert lässt sich anhand einer anderen Datenbank beschreiben. Ein Programm zum erstellen und verwalten von Datenbanken, das auf Windows- und Unixsystemen läuft, ist FileMaker. Die Geschichte des Programmes ist laut Wikipaedia geprägt von Networking. Die Entstehung isolierter Märkte durch die Betriebssysteme verknüpfte den Progamm-Kode mit verschiedenen Meilensteinen der Computergeschichte:

  • 1982 Nutshell Datenbanksoftware (Nashoba Systems, Vertrieb über Leading Edge)
  • 1984 graphische Benutzeroberfläche von Apple
  • 1985 Nashoba + Apples Oberfläche = neue Datenbankbenutzung mit Fenstern und Menüs
  • Vertriebswechsel  zu Forethought wegen Marktzutrittsbarrieren für Applesoftware und Widerwillen von Leading Edge

Mit dem Vertriebswechsel kommen weitere interessante Vernetzungen zustande, laut Wiki-Artikel:

„Der Name [FileMaker] ist eine Kombination aus dem Namen des Microsoft Datenbank Programms MS-File für Apple Macintosh und des gerade auf den Markt gekommenen DTP-Programms PageMaker der Firma Aldus.“

Die Geschichte geht weiter dank neuem Networking:

  • 1987 kauft Microsoft Forethought, deren Brainchild PowerPoint geht zu Microsoft über, die Datenbank FileMaker kann nur vertrieben werden
  • Claris (Apple-Tochter) kauft Nashoba und somit den FileMaker-Kode
  • 1998 FileMaker Inc. entsteht als eigenständige Firma aus dem Kode von nunmehr Claris

Weitere Zehn turbulente Jahre der Entwicklung vergehen und fließen in die Entwicklung dieser und anderer Software ein wie eine Liste in dem Artikel veranschaulicht.

Das Internet bildet einen Konvergenzpunkt, an dem gerade Datenbanken nicht vorbeikommen. Sobald sie Server kontrollieren können, übernehmen sie Aufgaben, die auch über E-Mail oder FTP erledigt werden können. Aber sie dienen auch zur Integration weiterer Teile des Netzes für die eigene Unternehmung. So lassen sich Teile oder Anwendungen des Internets in Datenbanken einbinden wie interaktive Karten oder sonstige HTML-Elemente. Ihre Stärke liegt nicht zuletzt in der Darstellung und Re-Kombinierbarkeit ihres Inhaltes.

Also frohes Networking ob mit Datenank und/oder Internettechnologie!

Advertisements

3 Kommentare

  1. […] dazu benötigen, ist Folgendes: Voraussetzung Einen PC (am besten Ihr eigener) Einen CD Brenner Networking von Daten – Datenbank – anthroponetworking.wordpress.com 11/20/2008 Die Darstellung von Beziehungen von Daten durch […]

  2. […] ist die Visualisierung von Daten ein  Aspekt der Wissenschaft – neben der Erstellung und Vernetzung von Daten – der nicht zuletzt durch die mittels Informationstechnologien emergierende Möglichkeit der […]

  3. […] entsprechenden Akteure bestellt werden. Das ist ja schon mal etwas. Obwohl es nicht der eleganteste Weg ist Daten zu vernetzen. Verbindungen wachsen eben auch jenseits der biologischen […]


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s