Bilder vom Palestina-Israel Networking in Houston

Die Verbindung der Kulturen wird selten so offensichtlich wie zu Zeiten einer Krise. Israel bekämpft eine Terrorgruppe im Gazastreifen und tötet und verletzt dabei viele Zivilisten trotz Einsatz neuester Waffentechnik.

Deren Angehörige wohnen zum Teil im Exil. In anderen Ländern, anderen Städten versuchen sie ihren Angehörigen durch Aufrufe zur Solidarität zu helfen. Diese Mobilisierung veranschaulicht die Verflochtenheit der Kulturen.

Anlass der wiederholten Präsenz der palästinensischen Amerikaner auf der Straße ist die Israel Solidarity Rally in Houston. Eine Konterdemonstration, die den Sympathisanten der pro-Israelischen Demonstranten, die später über diese Kreuzung für die israelische Offensive in Gaza marschieren wird, die Opposition vor Augen führt. Eine Opposition, die aus der kollektiven Strafe gegen ein Volk erwächst, das zu einem Teil in dem größten Freiluftgefängnis der Welt lebt.

Sicherlich handelt es sich um ein Freiluftgefängnis mit einigen Terroristen als ‚Insassen‘ – doch allein die Todesstrafe für diese zu verhängen obliegt sicherlich nicht einem Nachbarland. Noch weniger, wenn es nicht dafür sorgt, Recht und Ordnung im Gazastreifen zu etablieren sondern im Gegenteil selbst die geringste wirtschaftliche Entwicklung, die zu Stabilität führen könnte, durch Embargos eher noch vereitelt.

Demo Houston

Demo Houston

Demo Houston_Aufmerksamkeit von Passanten

Demo Houston_Aufmerksamkeit von Passanten

Zwischen Sportwägen und Hochhäusern - die Aktivisten, die auf die Aktivisten warten...

Zwischen Sportwägen und Hochhäusern - die Aktivisten, die auf die Aktivisten warten...

In der New York Times (NYT) vom 9. Januar 2009 fanden sich folgende Anzeigen, die Teil des interkulturellen Networkings sind.

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Ein Artikel des Houston Chronicle vom 8. Januar 2009 stellt die sterile Berichterstattung der israelischen Medien der von israelischer Seite als ‚voyeuristisch‘ beschriebenen arabischen Berichterstattung anhand zweier Bildern gegenüber. Das Foto aus Israel mit der Frau und den Kindern, die am Boden liegen, findet sich auch in der Werbung für den Solidaritätsmarsch der NYT wieder.

Houston Chronicle

Houston Chronicle

Ist es ein Werbebild oder hat die Information den Schritt zur Werbung durch Iteration geschafft? Oder wäre das nicht Propaganda? Der Chronicle gibt an, dass beide Bilder von der Associated Press – eine Kooperative der Amerikanischen Presse – stammen und entkräftet den Propagandaverdacht. Es sei denn auch hier sind Lobbyisten im Spiel wie etwa in der amerikanischen Außenpolitik, die angeblich von einer Pro-IsraelLobby beeinflusst werde. Doch eine solche Vermutung ist laut einem Artikel von Deutschlandradio Antisemitisch.

Den Bildunterschriften ist zu entnehmen, wie die Lage ist. Während der Alarm die einen vor primitiven Projektilen warnt, werden die anderen – verletzt von ’state-of-the-art‘ Geschossen einer der ‚modernsten‘ Armeen der Welt – ins Krankenhaus gebracht.

Die Bezeichnung der arabischen Berichterstattung als Voyeurismus, das Einbetten von Journalisten in die eigene Armee, die Unterstützung der Bevölkerung und die Verhinderung der Berichterstattung durch ausländische Journalisten sowie die Hinnahme einer Großzahl ziviler Opfer sprechen Bände.

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