Bio-Netzwerk sammelt Informationen über Mikroakteure

In der Wissenschaft findet sich immer wieder mehrstufiges Networking. Networking in der Biologie wird in diesem Artikel untersucht. Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH vernetzt das Wissen über einige der kleinsten Akteure der Welt. Sitz der Organisation ist in Braunschweig.
Ein interdisziplinäres Netzwerk materialisiert sich etwa im Bereich Menschen- und Tierzellen:
„The staff of the collection includes scientists from the following specialities: cell biology, cytogenetics, immunology, molecular biology, mycoplasma and virus diagnostics.“
Diese kleinen Akteure, die den Inhalt der Datenbanken darstellen networken ihrerseits, wie die Namen zeigen: Mikroorganismen, Zellkulturen, Pflanzen-, Menschen- und Tierzellen – sie konstruieren etwa Lebewesen.
Mich interessiert allerdings das Networking des Wissens. Die Datenbank über Pflanzenzellen umfasst 700 Akteure die aus 80 Netzwerken/Pfanzenfamilien Daten zusammenführt. Sie erscheint im Vergleich zum Datenbestand der kleinsten Akteuren, den Mikroorganismen, jedoch klein:
„The DSMZ microbial collections contain over 20 000 cultures representing some 6 900 species and 1 400 genera (Archaea, Bacteria, plasmids, phages, yeasts, fungi)“
Im Vergleich zu diesen Referenten der Reduktion spannt sich nun ein mediales Netzwerk der Amplifikation auf. Das Wissens-Networking für Pfanzenzellen auf Europäischer Ebene wird unter dem Synonym COST Action 871 “Cryopreservation of crop species in Europe” fortgeführt und hat neben der hier untersuchten Datenbank weitere digitale Repräsentanten: Cryoplanet website, EU website.
Zur Entstehung dieses medialen Netzwerkes oder der Online-Datenbank trugen Akteure wie Bioversity International und verbundene Projekte wie CRYMCEPT project, DNA Bank Network (Networking von: DFG- ZSM-BGBM-ZFMK), GEBA (Genomic Encyclopedia of Bacteria and Archaea), Compendium of Actinomycetales bei. Sie ergänzen das Angebot.
Der Networking-Aspekt der Amplifikation kann anhand des Compendium of Actinomycetales veranschaulicht werden. Es ist eine multimediale Datenbank. Sie führt deskriptive Texte mit Bildern und Scans in PDF-Dateien zusammen. Die über eine Excel-Datei mit Links zu den PDFs alphabetisch geordnet werden. Da die PDFs wiederum mit den DSM-Nummern des DSMZ-Online- Katalogs verlinkt sind, können die entsprechenden Akteure bestellt werden.
Das ist ja schon mal etwas. Obwohl letzteres nicht der eleganteste Weg ist Daten zu vernetzen, reiht die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen sich in die Riege der Networker ein, die mehrere Netzwerke und dies auf ihrer Homepage auch so darstellen. Verbindungen wachsen eben auch jenseits der biologischen Medien.
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1 Kommentar

  1. […] Bio-Netzwerk sammelt Informationen über Mirkoakteure […]


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