Verlängerung des Visums

Eine Paraphrase der Überschrift wäre auf Reisen gehen. Warum?

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Ein Touristenvisum, bzw. ein „Visit Pass“ gilt ab Einreisedatum 30 Tage in Singapur. Der Stempel gibt eine genaue Beschreibung der erlaubten Tätigkeit: „Permitted to enter and remain in Singapore for thirty days for social visit only from date shown above“.

Bei Ausreise erhält das „Subject to Reg. 12 (7) Immigration Regulations“ einen Stempel in den Reisepass: „Departed“.

Sehr ähnlich ist das in Thailand von der Dauer, hier wird jedoch das Datum der Ausreise direkt bei der Einreise aufgestempelt. Zusätzlich wird bei Ein- und Ausreise ein digitales Portrait-Foto angefertigt. – Hier könnten sicherlich interessante Studien über die Wirkung Thailands auf Akteure gemacht werden. Interessanterweise wird der Zettel für die Ausreise in Thailand in den Pass geheftet.

In Singapur ist das Pendant mit einer Warnung versehen: „Warning. Death for drug traffickers under singapore law.“

Soweit die Formalitäten, die die Reise amtlich begründeten. Welche Eindrücke wurden gewonnen?

Als ich in Thailand ankam, war es bereits dunkel, die Luft war schwül und gesättigt mit Abgasen der Flugzeuge. Der Flughafen machte mich bereits auf eine ähnliche Hightechwelt wie in Singapur gefasst. Die übergroßen Statuen vor der Immigration ermahnten mich, der Kultur des Landes respektvoll gegenüber zu stehen.

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Dieser Respekt wurde mir bei der Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten wie dem Königspalast und Shoppingcentren mit ihren Kinos auf manigfache weise oktruiert. Vor einem Film im Kino wird der Majestät dem König von Thailand im Stehen die Ehre erwiesen, während Bilder in befremdender Ästhetik von offizellen Tätigkeiten des Königs zeugen.

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Die meisten dieser majestätischen Repräsentationen finden sich im städtischen Kontext immer wieder und durch ihre Redundanz schaffen sie eine gewisse Glaubwürdigkeit des königlichen Engagements.  An dem König hängen etliche Vorschriften und Ehrerbietungen. Hinzukommt der Eindruck von königlicher Omnipräsenz, den man zwar wegen der Armut, die einem Unterwegs in den labyrinthischen Straßen Bangkoks noch häufiger begegnet fast vergessen könnte. Doch wie der „Caravan of the poor“ gegen einen Zeitungsartikel, der einen Regierungsgegner zitierte und die damit gestärkte Zensur durch Volkswunsch 2006 zeigte, sind gerade die Armen königstreu. Zur Zeit des Besuchs wurde zudem getrauert um die Schwester des Königs, die etwa 90 Tage anhält.

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Für den Königspalast müssen Männer lange Hosen anziehen und Für Buddha müssen die Schuhe – im gleichen Gebäudekomplex – ausgezogen werden. Auf dem Spiegel der Umkleidekabine wird vor Fremden gewarnt, die einem etwas anbieten. Diese Stadt lebt von Kontrasten und wahrscheinlich sind sie es, die die vibrierende Dynamik ausmachen. Gebettelt wird relativ wenig, eher aktiv Hilfe angeboten mit „whereyougo“ oder in Form von fahrenden Essständen in verschiedensten Varianten von Menschengeschoben über Fahrrad zu Motorrad. Doch die moderne Vernetzung der Stadt könnte diese Form der Arbeit erschweren. Im Hotel werden etwa Taxis registriert, um eine gewisse Neigung der hilfsbereiten Thais an der Straße zu unterbinden.

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Die Kreativität der Thais bezüglich der Personenbeförderung könnte den Straßenläden eine Ebbe bescheren. Die neueste Errungenschaft, der Skytrain ist für andere jedoch ein wahrer himmlischer Segen. Er erhebt den Akteur über die Staus und mit Zugängen zu den Malls sowie Verkaufsverboten für Straßenhändler läutet er eine neue Ära der Zweiklassengesellschaft ein, die möglichst wenig physischen Kontakt unter Klassen anstrebt.

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Auf dem Weg zum Flughafen benutzte ich zunächst den Skytrain, dann das Taxi, weil die neue Trasse zum neuen Flughafen noch in Arbeit ist – laut Lonely Planet, der in der deutschen Version bereits veraltet war und noch den alten Flughafen als aktuellen internationalen darstellt, soll der neue einmal der größte Asiens sein, sobald er fertig ist, jedoch dürfte der Chinesische Flughafen in Bejing ihn dank Olympia schnell überholen. Der Transport verlief einwandfrei und der Taxifahrer hat alles gegeben obwohl er einen Taximeter hatte.  Im Vergleich zu dem Shuttleserviceangebot im Hotel sparte ich etwa 700 Bt oder fast 15 Euro.

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Problematischer war die Situation am Flughafen. Nach langem Warten am Check in und der Immigration folgte eine weitere Schlange. Beim Abflug merkte der Pilot an, dass es zu einer kurzen Verzögerung käme, da nur eine Rollbahn für Starts vorhanden sei, vor der momentan eine Schlange von Flugzeugen auf dem Abflug warte. Der Hinflug hatte – wahrscheinlich aus ähnlichen Gründen – eine gute Stunde Verspätung.

Aber vom Hotel in der Innenstadt bis zum Abflug hat es lediglich drei Stunden gedauert. Die ich allerdings bis auf die Wartezeit im Flugzeug ständig mobil war. Und zu Fuß hätte ich sicherlich einen ganzen Tag gebraucht. Nach guten sieben Stunden war ich wieder im River Place Condominium.

Da tut sich was…

(weitere Bilder folgen oder doch wieder nur Worte?)

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